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Energiewende unter Druck? Zur Umsetzbarkeit der Stromwende zwischen regionalen Erzeugungspotenzialen und gesellschaftlicher Trägerschaft

Authors

Gerhardt,  Norman
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Treichel-Grass,  Katja
Potsdam Institute for Climate Impact Research;

Wolf,  Ingo
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Colell,  Arwen
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Citation

Gerhardt, N., Treichel-Grass, K., Wolf, I., Colell, A. (2025): Energiewende unter Druck? Zur Umsetzbarkeit der Stromwende zwischen regionalen Erzeugungspotenzialen und gesellschaftlicher Trägerschaft. - In: Radtke, J., Canzler, W. (Eds.), Energiewende nach der Zeitenwende, (Energietransformation), Wiesbaden : Springer, 231-258.
https://doi.org/10.1007/978-3-658-48017-2_11


Cite as: https://publications.pik-potsdam.de/pubman/item/item_33796
Abstract
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) ist zentral für die Klimaneutralität Deutschlands und hat mit dem Ukraine-Krieg auch für die Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen an weiterer Bedeutung erlangt. Mit den energiepolitischen Gesetzesänderungen im Rahmen des sogenannten Osterpakets wurde 2022 eine umfassende Reform vom Deutschen Bundestag verabschiedet, die den Ausbau erneuerbarer Energien massiv beschleunigen sollte. Das Kapitel beleuchtet die zentralen Perspektiven, die für deren weiteren Ausbau relevant sind: die Potenziale und Möglichkeiten der räumlichen Steuerung des Zubaus, die Auswirkungen auf das Übertragungsnetz sowie Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz. Basierend auf den Ergebnissen eines Bürgerdeliberationsprozesses im Projekt Ariadne sowie bundesweiten Befragungsstudien des Sozialen Nachhaltigkeitsbarometers werden technologiespezifische Bewertungen vorgenommen und regionale Umsetzungsstrategien analysiert. Die Analyse zeigt, dass die Mehrheit der Gesellschaft den EE-Ausbau unterstützt, trotz des damit einhergehenden zusätzlichen Flächenbedarfs. Besondere Herausforderungen bestehen bei der Erschließung von PV-Dachanlagen-Potenzialen, die zusätzliche Maßnahmen wie Anreize für Mieterstrom oder die Vereinbarkeit von energetischer Sanierung und Solarnutzung erfordern. Das Kapitel betont die Notwendigkeit eines umfassenden, partizipativen Ansatzes zur Erreichung der Ausbauziele und zur Sicherstellung der gesellschaftlichen Unterstützung der Energiewende.