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Die Zukunft unserer Ernährung: Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelqualität

Authors

Bock,  Ralph
External Organizations;

Bickelmann,  Constanze
External Organizations;

/persons/resource/Bodirsky

Bodirsky,  Benjamin Leon       
Potsdam Institute for Climate Impact Research;

Grune,  Tilman
External Organizations;

Mitter,  Hermine
External Organizations;

Seidel-Morgenstern,  Andreas
External Organizations;

von Philipsborn,  Peter
External Organizations;

von Witzke,  Harald
External Organizations;

Willmitzer,  Lothar
External Organizations;

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Citation

Bock, R., Bickelmann, C., Bodirsky, B. L., Grune, T., Mitter, H., Seidel-Morgenstern, A., von Philipsborn, P., von Witzke, H., Willmitzer, L. (2025): Die Zukunft unserer Ernährung: Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelqualität, (Denkanstöße aus der Akademie ; 19), Berlin : Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 135 p.


Cite as: https://publications.pik-potsdam.de/pubman/item/item_34175
Abstract
Mit Klimawandel und Biodiversitätsverlust, Ressourcenknappheit, stetig wachsender Weltbevölkerung und dem rasanten Anstieg chronischer, ernährungsmitbedingter Krankheiten steht die Zukunft unserer Nahrungsmittel und des globalen Agrar- und Ernährungssystems derzeit vor großen Herausforderungen. Landwirtschaft und Ernährung der Welt befinden sich am Beginn eines bedeutsamen Wandels, der sowohl die Produktion als auch unseren Konsum deutlich verändern wird. Wir haben die Verantwortung, mithilfe innovativer Lösungen eine umweltverträgliche und gesundheitsorientierte Lebensmittelproduktion für alle Menschen auf unserem Planeten sicherzustellen. Dabei sind ein gutes Verständnis der vielfältigen wechselseitigen Abhängigkeiten der Elemente der Transformationsprozesse und die daraus resultierenden Implikationen für Wissenschaft und Politik für den Erfolg des Transformationsprozesses von zentraler Bedeutung.
Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Ernährung, Gesundheit, Prävention“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften hat sich intensiv mit dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Diskurs zur Zukunft unseres Agrar- und Ernährungssystems befasst. Die Diskussionen innerhalb der interdisziplinären Arbeitsgruppe und unter den Autor:innen knüpfen an Gutachten, Stellungnahmen und Analysen zahlreicher (inter-)nationaler Fachorganisationen und Arbeitsgruppen an: Diese formulieren übereinstimmend, wie dringlich eine Ernährungswende ist. Beispielweise unterstreicht der aktuelle Sachstandsbericht des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ , dass der Klimawandel die globale Ernährungssicherheit trotz zunehmender landwirtschaftlicher Produktivität beeinträchtigt. Dieser fordert rasche und weitreichende Veränderungen des Agrar- und Ernährungssystems, mit dem Ziel, Treibhausgasemissionen substanziell und dauerhaft zu reduzieren und die Anpassung an den Klimawandel systematisch voranzutreiben. Auch die „Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services“ zeigt auf, wie sich die großen globalen Herausforderungen wie abnehmende biologische Vielfalt, abnehmende Ernährungs- und Wassersicherheit, zunehmende Gesundheitsrisiken und der voranschreitende Klimawandels gegenseitig verstärken. Die Plattform betont, dass Anstrengungen, diese einzeln anzugehen, nicht wirksam seien oder sogar kontraproduktiv sein können. Die EAT-Lancet Commission drängt darauf, dass eine tiefgreifende Transformation des aktuellen Agrar- und Ernährungssystems dringend notwendig sei. Sie schlägt Die globale Planetary Health Diet vor, die für Mensch und Umwelt gleichermaßen gesund ist (Willet et al. 2019). Die „Food System Economics Commission“ berechnete zum einen die Kosten, die das bestehende Agrar- und Ernährungssystem für die Gesellschaft verursacht, und zum anderen den wirtschaftlichen Nutzen für dessen Transformation. Das „Global Panel on Agriculture and Food Systems for Nutrition“ beschreibt ebenfalls Schritte, die für einen erfolgreichen Wandel des Agrar-und Ernährungssystems notwendig sind.
Angesichts der aktuellen kritischen Lage haben auch Mitglieder der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Ernährung, Gesundheit, Prävention“ konkrete Vorschläge für das Gelingen eines weitreichenden Wandels des Agrar- und Ernährungssystems erarbeitet. Diese Empfehlungen richten sich an die wissenschaftliche Gemeinschaft, an Multiplikator:innen in die Gesellschaft und insbesondere an die Politik in Deutschland. Die Ergebnisse erscheinen in zwei „Denkanstößen aus der Akademie“ mit den Titeln „Die Zukunft unserer Ernährung: Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelqualität“ und „Die Zukunft unserer Ernährung: Ernährung und Gesundheit“ (Grune et al. 2025, „Denkanstoß“ 18). Der vorliegende „Denkanstoß“ widmet sich den notwendigen Veränderungen auf der Produktionsseite einer Ernährungswende, wohingegen sich „Denkanstoß“ 18 mit dem Umdenken in und der Umgestaltung von unseren Ernährungsweisen beschäftigt. Denn eine Ernährungswende kann nur erfolgreich gelingen, wenn Agrar- und Ernährungssystem gemeinsam gesundheitsförderlich und nachhaltig umgestaltet werden.